Erfahrung schon seit 1987
Für Mitglieder gesetzlicher Krankenkassen bieten wir auf der Grundlage des § 40 bzw. 111 SGB V Rehabilitationsbehandlungen an und für
Patienten mit privater Krankenkasse werden Krankenhausbehandlungen gemäß OPS 8-918 durchgeführt. Die Klinik ist auch beihilfefähig.

SULCUS-ULNARIS-SYNDROM
(Syndrom des Sulcus ulnaris)

Der Sulcus (Sulkus) nervi ulnaris ist eine Rinne an der Rückseite des Epicond ylus medial is humer i (= innerer Knochenvorsprung für Muskelursprünge am ellenbogengelenknahen Oberarmknochen) und bildet die seitliche Wand des sog. Kubital tunnels, in dem der Nervus ulnaris verläuft. Manche Autoren bezeichnen daher das Sulcus ulnaris-Syndrom auch als Ku bitaltunnelsyndrom.

Als Sulcus-ulnaris-Syndrom wird der Zustand nach einer Schädigung des Nervus ulnaris im Bereich dieser Rinne bezeichnet.

Mögliche Ursachen für das Sulcus-ulnaris-Syndrom:

  1. Fraktur (= Knochenbruch)
  2. beruflich bedingte Mikrotraumata (= sehr geringfügige Verletzungen)

Die Krankheitszeichen beim Sulcus-ulnaris-Syndrom:

Die Therapie des Sulcus ulnaris-Syndrom s erfolgt üblicherweise chirurgisch, in dem der N. ulnaris aus dem Sulcus heraus verlagert wird.

Spezielle Schmerztherapie beim Syndrom des Sulcus ulnaris:

Verbleiben trotz chirurgischer Intervention Schmerzen, was gar nicht so selten ist, so ist beim Sulcus-ulnaris-Syndrom ein Behandlungsversuch mit der therapeutischen Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel bzw. Lokalanästhetika) in Form der kontinuierlichen Blockade des Plexus brachialis mit Katheter* erfolgversprechend.
Die Therapie kann medikamentös mit Keltican® unterstützt werden.

* Bei der kontinuierlichen Blockade des Plexus brachialis mit Katheter wird vorübergehend (z.B. 10-14 Tage lang) ein dünner Kunststoffschlauch (Katheter) nahe der Achselhöhle in die Nervenscheide des Armnervengeflechts eingepflanzt und innerhalb derselben noch weiter nach oben vorgeschoben. Die Einpflanzung erfolgt durch eine handelsübliche Kanüle hindurch, es muß also nicht „aufgeschnitten" werden. In der Folge wird über diesen Katheter mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der vorangegangenen Dosis, das örtliche Betäubungsmittel völlig schmerzlos nachgespritzt. Das örtliche Betäubungsmittel wird bei dieser Behandlung so dosiert, dass die grobe Kraft erhalten bleibt (bei gleichzeitiger Hemmung der Schmerzreizleitung), damit begleitend krankengymnastische Übungsbehandlungen möglich bleiben. Dass die schmerzlindernde Wirkung i.d.R. über die eigentliche Behandlungszeit hinaus anhält, ist u.a. darauf zurückzuführen, daß bei dieser Blockadebehandlung auch die sog. vegetativen Ner ven betroffen sind, woraus eine sehr deutliche Durchblutungssteigerung resultiert, die u.a. entzündlichen oder degenerativen (= abnutzungsbedingten) Prozessen nachhaltig entgegenwirkt. Auch normalisiert sich unter einer guten Durchblutung wieder ein gestörter Nervenzellstoffwechsel. Nach neueren Erkenntnissen vermag eine solche, intensive, längerfristige Blockadebehandlung auch das sog. Schmerzgedächtnis zu löschen, auch beim Syndrom des Sulcus ulnaris.

Laut der Webseite des Bundesministeriums für Gesundheit haben alle Versicherte (also auch ältere Patienten) einer gesetzlichen Krankenkasse einen Rechtsanspruch auf eine Rehabilitation und können sich ihre Rehabilitationseinrichtung sogar selbst aussuchen. Das Bundesgesundheitsministerium schrieb dazu auch einen Brief an die Aufsichtsbehörden. Dieses Wahlrecht wurde mittlerweile auch durch Urteile von Landessozialgerichten bestätigt: Baden-Württemberg (Az: L 4 KR 2071/05) und Hessen ((Az.: L 1 KR 2/05: Gewährt eine Krankenkasse einem Versicherten einen Aufenthalt in einer Reha-Klinik, so ist sie dazu verpflichtet, die Wünsche des Versicherten in Bezug auf die Einrichtung zu berücksichtigen (eine Revision gegen diese Entscheidung ließ das Gericht gar nicht erst zu)). Der Kläger hatte die Kur noch während des laufenden Prozesses in der von ihm bevorzugten Einrichtung auf eigene Kosten angetreten. Seine Krankenkasse wurde dazu verurteilt, ihm die Kosten für die Kur zu erstatten.

Sie wollen mit einem erfahrenen Schmerzarzt sprechen? Kein Problem, einfach jeweils an einem Mittwoch zwischen 13.00 und 14 Uhr oder Donnerstag zwischen 13.00 und 15.00 Uhr die Tel.-Nr. 07931-5450 anwählen (keine extra Gebühren).

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Aktualisiert:>27.03.2009</> kusb&
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